Willkommen beim LKV NRW
EDVISO agri Net
ISO agri Net
- Übersicht
- Werkzeuge
- LKV DV Projekte
- Mailingliste
Data Dictionary
- Agrar (HTML-Seiten)
- XML-Schema
- Dokumentation
- Agrar (Abfrage)
ADIS
- Allgemeines
- Einführung
-Beschreibung ADIS
- Beschreibung ADED
- Beschreibung Deutsches Data Dictionary
- Adressen
- Beispiel
- Standards
- ADIS Header
- Dokumentation
XML/ADED
- XML-Schema dazu
- Dokumentation
 
  Zur Anmeldung:
 Benutzer/BNR
 
 Passwort/PIN
 
 Mitbenutzer
 
 

Beschreibung ADIS

 

1. Allgemein

Die ADIS-Datei besteht aus ASCII-Zeichen (ISO 8-bit Code) und jede Datenzeile endet mit <CR><LF>.

Um die Daten der ADIS-Datei zu verschlüsseln bzw. zu entschlüsseln, muß sowohl der Sender als auch der Empfänger der ADIS-Datei die gleiche Version des Data Dictionaries (ADED) benutzen. Das Data Dictionary enthält die genaue Definition der übermittelten Merkmale. Jedes Merkmal ist durch eine 8-stellige Nummer eindeutig kodiert.

Die folgenden Zeichen werden im folgenden verwendet, um eine bessere Beschreibung der ADIS-Syntax zu geben:

<...> enthält die Beschreibung eines Feldes;

[...] wählbare (nicht obligatorische) Teile sind in eckigen Klammern aufgeführt;

(...) Teile zwischen Klammern können einige Male wiederholt auftreten, mindestens einmal.

Die Mindestzeilenlänge, die ein Programm unterstützen muß, ist 256 Zeichen, einschließlich <CR><LF>.

 Die Maximalzeilenlänge in einer ADIS-Datei ist nicht spezifiziert, sollte aber durch die Nachrichtengruppe, die die Syntax verwendet, abgestimmt sein.

Zeichen

Name

DEC

HEX

Funktion

ˆM

CR

13

0D

Wagenrücklauf

ˆJ

LF

10

0A

Zeilenvorschub

I

vertikaler Balken

124

7C

Fehlercode für unbekannte DDI-Nummern

?

Fragezeichen

63

3F

Nullwert (nicht initialisierte Felder)

ANMERKUNG – ASCII definiert die Zeichen 0 bis 31 und 127 als Steuerzeichen (oder nicht druckbare Zeichen). Die gezeigten Befehlsfolgen können verwendet werden, um diese Werte mit den meisten Systemkeyboards einzugeben.

Abgesehen von diesen belegten Zeichen können alle Zeichen mit ASCII-Werten von 32 bis 255 (ausgenommen 127) verwendet werden.

ANMERKUNG  – In einigen Fällen können ASCII-Werte über 127 Probleme verursachen, weil sie vom Land abhängig sind.

2. Dateibezeichnung

Der Dateiname kann frei vergeben werden. 
 
 

 

3. Zeilentypen

Jede Zeile in der ADIS-Datei gehört zu einem bestimmten Zeilentyp. Mit dem ersten Zeichen in einer Zeile wird der Zeilentyp definiert und es gibt an, welche Daten in der Zeile enthalten sind. Der Zeilentyp muß standardmäßig mit einem Großbuchstaben angegeben werden. Es gibt folgende Standard-Zeilentypen:
 

 

Zeilentyp

Bezeichnung

D

Definition

V

Value

E

End of logical file

C

Comment

S

Search

R

Request

F

File

I

Include

O

Output

T

Terminate

Z

Physical end of file

Andere Zeilentypen sind herstellerspezifisch und müssen zwischen sendenden und empfangenden Teilnehmer abgestimmt sein. Wenn der Zeilentyp unbekannt ist, wird die Zeile ignoriert.

Die ADIS-Eigenschaften können schrittweise verwendet werden. Daher sind die Zeilentypen in vier verschiedene Klassen eingeteilt:

Klasse A: Verwendung der Zeilentypen D, V, C, E und Z;

Klasse B: Klasse A plus zusätzlich Verwendung von F-, I- und T-Zeilen;

Klasse C: Klasse A plus zusätzlich Verwendung von R- und O-Zeilen;

Klasse D: Klasse A plus zusätzlich Verwendung von S-, R- und O-Zeilen.

Klasse A ist obligatorisch für die Verwendung von ADIS. Die Klassen B, C und D sind erlaubte Erweiterungen.

Das heißt nicht, daß, wenn z.B. Klasse C unterstützt wird, automatisch Klasse B unterstützt wird. Beim Synchronisieren (Initialisieren) müssen Sender und Empfänger sich gegenseitig mitteilen, in welcher Klasse sie kommunizieren können. Dies kann z.B. auf Papier erfolgen, aber ebenso automatisch durch Verwendung einer DDI-Nummer in der ADIS-Datei für die Einteilung des Zeilentyps.

D = "Definition"- Zeile
In einer D-Zeile wird der Inhalt der nachfolgenden V-Zeilen angegeben. Einer D-Zeile müssen immer eine oder mehrere V-Zeilen folgen.Wenn keine Daten verfügbar sind, müssen alle Felder (ab der Position 9) der gesamten V-Zeile mit "?" gefüllt werden. Die D-Zeile soll nach folgendem Schema aufgebaut sein: D<Status><Entity-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge> <Dezimalstellen>) <CR><LF>

V = "Value" - Zeile
Die V-Zeile enthält die Werte der Datenelemente, die in der letzten D-Zeile aufgeführt sind. Die V-Zeile soll nach folgendem Schema aufgebaut sein: 
V<Status><Entity-Nr.>(<Wert>)<CR>>LF>

E = "End of logical file" - Zeile
Die E-Zeile markiert das logische Ende einer ADIS-Datei. In einer Datei können mehrere E-Zeilen vorkommen. Der E-Zeile folgt immer eine DH- und VH-Zeile oder eine Z-Zeile. Das physische Ende eines Files wird durch eine Z-Zeile angegeben. Die letzte E-Zeile vor der Z-Zeile ist nicht erforderlich. Die E-Zeile hat immer den gleichen Aufbau: EN<CR><LF>

C = "Comment" - Zeile
Die C-Zeile kann an beliebiger Stelle in den ADIS-File eingefügt werden, und sie kann beliebigen Text enthalten. Die C-Zeile soll nach folgendem Schema aufgebaut sein:
C<Status><beliebiger Text><CR><LF>

S = "Search"  - Zeile
In einer S-Zeile können eine oder mehrere Bedingungen spezifiziert sein. Siehe auch Abschnitt Abfragen.

R = "Request" - Zeile
Eine R-Zeile beinhaltet die Data Dictionary-Nummern von Attributen, die angefragt werden. Siehe auch Abschnitt Abfragen

F = "File" - Zeile
Eine F-Zeile gibt den vollständigen Namen einer Bibliographie-Datei an (Pfadname und Dateiname). Diese Zeile vermeidet die Datei selbst einzuschließen. Die F-Zeile hat folgenden Aufbau:
F<Status><Pfad + Dateiname><CR><LF>

I = "Include" - Zeile
Eine I-Zeile beinhaltet den Pfadname und den Dateiname einer auf der I-Zeilen-Position einzufügenden Datei. Die Einfügezeile soll die ADIS-Anforderungen erfüllen, als ob sie Teil der übergeordneten Datei wären. Dies impliziert, daß die Kombination von übergeordneter Datei und der Einfügedatei den ADIS-Anforderungen entspricht. Die I-Zeile hat folgenden Aufbau:
I<Status><Pfad + Dateiname><CR><LF> 

ANMERKUNG – Die Option des Einfügens ist ein Weg, um Dateien physikalisch zu trennen, die logisch eine einzige sind. Die eingefügte Datei kann einen Header enthalten, wenn die Kombination mit der übergeordneten Datei die ADIS-Anforderungen erfüllt.

O = "Output" - Zeile
Eine O-Zeile beinhaltet den Pfadnamen und den Dateinamen einer Datei, zu der Daten geschrieben werden müssen. Die O-Zeile hat folgenden Aufbau:
O<Status><Pfad + Dateiname><CR><LF>

 T = "Terminate" - Zeile
Eine T-Zeile kennzeichnet das Ende einer Informationshaupteinheit in einer ADIS-Datei. Eine T-Zeile kann verwendet werden, um unterschiedliche Blöcke innerhalb einer Datei zu unterscheiden. Nach einer T-Zeile kann keine DH + VH-Zeile (siehe auch E-Zeile) folgen. Eine T-Zeile ist immer gleich:
TN<CR><LF>

Z = "Physical end of file" - Zeile

4. Statuszeichen

Auf die 2. Position in jeder Zeile muß das Statuszeichen in Form von Großbuchstaben eingefügt werden. Das Statuszeichen beschreibt die Funktion der Daten, die in der Zeile stehen. Folgende Statuszeichen stehen standardmäßig zur Verfügung:
 

 

Statuszeichen

Bezeichnung

H

Header - Daten

N

Normal - Daten

S

Synchronisation - Daten

F

Faulty - Daten

D

Deletion - Daten

H = "Header" - Daten Jede ADIS-Datei muß einen Header haben. Dies impliziert, daß eine ADIS-Datei mit einer DH-Zeile beginnt, gefolgt von einer VH-Zeile. Lediglich Kommentar-Zeilen (ungeachtet ihrer Statuszeichen) können dem Header vorangehen. Wenn der Header ausgelassen wird, ist die ganze Datei unzulässig. 

Es ist obligatorisch, die Header-Daten (direkt nach der Event-Nummer) mit dem Namen des Data Dictionaries, der beim Erstellen der Datei verwendet wurde, zu beginnen. Es können mehrere Data Dictionaries verwendet werden. Um die erhaltene ADIS-Datei zu lesen muß der Empfänger wissen, welches Data Dictionary zur Erkennung der DDI-Nummern verwendet werden muß. 

 

    Hersteller: Organisation/Firma, die die ADIS-Datei erstellt hat;

    Empfänger: Name des Empfängers der ADIS-Datei;

    DDI-Listenversion: Version der DDI-Liste, die beim Erstellen der Datei verwendet wurde;

    Produktname: Name des Softwareprogrammes, das beim Erstellen der Datei verwendet wurde;

    Softwareversion: Programmversion, die beim Erstellen der Datei verwendet wurde;

    Erstellungsdatum: Datum der Erstellung der Datei;

    Erstellungszeit: Zeit der Erstellung der Datei.

Es ist zulässig, mehr Daten in den Header zu setzen. Die DDI-Nummern dieser Datenfelder müssen Teil des Data Dictionaries sein.

N = "Normal" - Daten Normale Daten werden bereitgestellt, um den Datenbestand des Empfängers zu aktualisieren.

S = "Synchronisation" - Daten

    die Datenbasis zu initialisieren (erste Eingabe/Füllung);

    Daten in der Datenbasis der sendenden und empfangenden Partei zu vergleichen, um zu bestimmen, welche korrekt zwischen den Nachrichtengruppen ist.

F = "Faulty" - Daten Wenn eine ADIS-Datei eine Zeile enthält, die einen oder mehrere Fehler zu enthalten scheint, ist es für den Empfänger möglich, diese ganze Zeile in eine separate ADIS-Datei zu geben, mit dem in "F" geänderten Statuszeichen. Es ist ebenfalls möglich, daß eine F-Statuszeile mehr Felder als die entsprechenden N-Statuszeile hat. Die F-Statuszeile kann z.B. detaillierte Informationen über die Fehlerart, was falsch ist, etc. enthalten. Diese Art von Informationen können in einer F-Statuszeile enthalten sein gemäß der vorangehenden DF-Zeile. Der Empfänger entdeckt die Fehler in der ADIS-Datei und sendet die F-Zeile zurück zum ursprünglichen Sender.

D = "Deletion" - Daten
Wenn eine ADIS-Datei versandt wurde, die falsche Informationen enthält, kann der Übermittler die Zeile, die den Fehler enthält, in eine andere ADIS-Datei kopieren mit einem in "D" geänderten Statuszeichen und kann diese Datei ebenfalls versenden. Eine Zeile mit einem D-Status soll vollständig gelöscht werden. Die Verwendung des D-Status ist wählbar. Wenn der D-Status nicht unterstützt wird, soll er durch eine F-Zeile beantwortet werden.
 

5. Kombination von Zeilentypen und Statuszeichen

Die Matrix  zeigt, welche Kombinationen von Zeilentypen und Statuszeichen erlaubt sind und welche nicht.
 

 

Zeilentyp

 

Statuszeichen

 

 

H

N

S

F

D

 

 

Header

Normal

Synch

Fehler

Löschen

D

Definition

+]

+]

+]

+]

+]

V

Wert

+]

+]

+]

+]

+]

E

Ende

-

+

-

-

-

C

Kommentar

+

+

+

+

+

S

Suche

-

+]1)

-

+]2)

-

R

Anfrage

-

+]

-

+]

-

T

Abschluß

-

+

-

-

-

F

Datei

-

+

-

+

-

I

Einfügen

-

+

-

+

-

O

Ausgabe

-

+

-

+

-

Z

Physikalisches Ende

-

+

-

-

-

1) Eine S-Zeile erfordert eine R-Zeile, aber eine R-Zeile benötigt keine S-Zeile.

2) Eine S- oder R-Zeile mit einem F-Status ist keine Abfrage, aber eine Antwort vom Empfänger zum ursprünglichen Sender, daß die Abfrage nicht bearbeitet werden kann.

Schlüssel:
+ Erlaubt
- Nicht erlaubt
] Geforderte Kombination


 

 

6. Ereignisnummer

Die Positionen 3 bis 8 jeder Zeile enthalten die Ereignisnummern dieser Zeile. Ereignisnummern können auf drei Arten verwendet werden, wie nachfolgend beschrieben.

 

    Zentral registrierte Ereignisnummern. Diese sind vordefiniert und bereits vor dem Empfang allen Mitgliedern einer Nachrichtengruppe bekannt: 
    jede registrierte Ereignisnummer ist eine Vorlage für eine bestimmte Gruppe von DDI-Nummern in einer spezifizierten Reihenfolge;

    jede registrierte Ereignisnummer ist ein Ereignis für eine bestimmte Minimal/Maximalgruppe von DDI-Nummern ohne eine spezifizierte Reihenfolge.

    Die Ereignisnummern werden vom System beim Schreiben einer ADIS-Datei erstellt. Die Ereignisnummer hat keine spezifizierte Bedeutung. Sie kann zur Identifizierung unterschiedlicher Datenblöcke verwendet werden.

    Die Ereignisnummer hat überhaupt keine Bedeutung: ihr Wert ist "000000".

Ereignisnummern, die mit einer Null beginnen, können frei von Herstellern verwendet werden. Ereignisnummern, die mit einer Null beginnen, können genormt werden. Ereignisnummern können in der selben Weise wie DDI-Nummern genormt werden.

Länge einer Ereignisnummer Eine Ereignisnummer ist ein numerischer Wert und hat eine festgelegte Länge von 6 Stellen.

Verknüpfen von V-Zeilen mit D-Zeilen Die Ereignisnummer einer D-Zeile soll die selbe sein wie die Ereignisnummern der zugehörigen folgenden V-Zeilen. Wenn sich die Ereignisnummer einer V-Zeile von der Ereignisnummer der vorangehenden D-Zeile unterscheidet, dann ist die V-Zeile unzulässig.

Ereignisnummern in S- und R-Zeilen
Die Ereignisnummer einer R-Zeile soll die selbe sein wie die Ereignisnummern der zugehörigen vorangehenden S-Zeilen (falls es vorangehende S-Zeilen gibt). Wenn sich die Ereignisnummern einer R- und S-Zeile voneinander unterscheiden, ist die Anfrage nicht möglich. Die empfangende Partei kann die Ereignisnummer einer R-Zeile in ihrer Antwort verwenden.

7. Abfrage

Jede Anfrage besteht aus einer oder mehreren S-Zeilen (wahlweise) und einer R-Zeile (obligatorisch). Die S-Zeilen beinhalten die Suchbedingungen, die R-Zeile beinhaltet die DDI-Nummern der Datenelemente, die die angefragten Daten beinhalten.

Eine S-Zeile kann nur Bedingungen enthalten, die sich auf Schlüsseldaten beziehen, die sich auf den Ereignisschlüssel beziehen. DDI-Nummern der S-Zeile sollen sich auf Schlüsseldaten beziehen.

ANMERKUNG – Die Umsetzung von Abfrage-Bearbeitungsprogrammen, die mit ADIS-Dateien bearbeitet werden, ist nicht obligatorisch. Da Suchbedingungen im höchsten Maße von Schlüsseldaten abhängig sind (bekannt im Data Dictionary), kann die Antwort auf eine Abfrage umsetzungsabhängig sein.

 

[(S<Status><Ereignis-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung><Niedrigster Wert><Höchster Wert>)<Max. Anzahl von Aufzeichnungen><CR><LF>)]

R<Status><Ereignis-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung>)<CR><LF>

Es ist nicht zulässig, S/R-Zeilen zwischen die dazugehörigen D- und V-Zeilen zu setzen. Die S-Zeilen (wenn vorhanden) folgen immer sofort der R-Zeile. Lediglich C-Zeilen können, ungeachtet ihres Status, in einer Gruppe von Abfrage-Zeilen plaziert werden. Es wird empfohlen, Abfragen von D- und V-Zeilen durch Verwendung einer T-Zeile oder durch Setzen der Abfragen in separate Dateien zu trennen. Wenn eine Abfrage eine unzulässige S- oder R-Zeile enthält, ist die ganze Abfrage unzulässig.

 Suchbedingungen einer Abfrage:

[(S<Status><Ereignis-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung><Niedrigster Wert><Höchster Wert>)<Max. Anzahl von Aufzeichnungen><CR><LF>)]

Bedenken Sie, daß eine S-Zeile mehrere Suchbedingungen enthalten kann. Diese Bedingungen sind unbedingt mit dem logischen AND-Operator verbunden. Wenn eine Abfrage mehr als eine S-Zeile enthält, sind die Bedingungen in dieser S-Zeile ebenfalls unbedingt mit einem logischen AND-Operator verbunden. Jede Suchbedingung enthält einen unteren Wert und einen oberen Wert, d.h., daß eine Suche für einen Bereich getätigt werden kann:

 

 Unterer_Wert<=Wert_im_Feld_mit_DDI-Nr.<=Oberer_Wert

Das Format von <niedrigster Wert> und <höchster Wert> soll das selbe sein wie das für <Feldlänge> und <Auflösung>. Die Feldlänge für <Max. Anzahl von Aufzeichnungen> ist festgelegt auf 6 Zeichen (ausgefüllt mit Zwischenräumen, wenn die Felder keinen Wert haben). <Max. Anzahl von Aufzeichnungen> spezifiziert die maximale Anzahl von Aufzeichnungen, die als Antwort auf die in einer S-Zeile plazierten Bedingungen abgegeben werden können. Wenn <Max. Anzahl von Aufzeichnungen> keinen Wert hat, gibt es keine Einschränkung der maximalen Anzahl von Aufzeichnungen, die für die vorhergehende(n) Bedingung(en) abgegeben werden können.

Um die ersten n Aufzeichnungen zu suchen, werden die <niedrigster Wert> Felder vollständig mit Fragezeichen ("?") und die <höchster Wert> Felder haben keinen Wert: sie sind vollständig mit Zwischenräumen gefüllt.

 S<Status><Ereignis-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung><(?)><(_)>)<Max. Anzahl von Aufzeichnungen><CR><LF>

in der "maximale Anzahl von Aufzeichnungen" den Wert n hat.

Um die letzten m Aufzeichnungen zu suchen, haben die <niedrigster Wert> Felder keinen Wert, sie sind vollständig mit Zwischenräumen ausgefüllt und die <höchster Wert> Felder sind vollständig mit Fragezeichen ausgefüllt ("?").

 S<Status><Ereignis-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung><(_)><(?)>)<Max. Anzahl von Aufzeichnungen><CR><LF>

in der "maximale Anzahl von Aufzeichnungen" den Wert m hat.

Wenn eine S-Zeile gemischte Grenzen enthält (für eine DDI-Nummer ist das ? im "niedrigster Wert"-Feld gesetzt, für andere ist das ? im "höchster Wert"-Feld gesetzt), ist die S-Zeile unzulässig. Wenn die Abfrage keine S-Zeilen enthält, gibt es keine Suchbedingungen, was bedeutet, daß die Abfrage eine Anfrage für alle in der R-Zeile genannten Daten ist.

R-Zeile einer Abfrage:

 

 R<Status><Ereignis-Nr.>(<DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung>)<CR><LF>

8. Feldlänge und Auflösung

Auf jede DDI-Nummer, die in einer ADIS-Datei auftaucht, folgt immer sofort die Feldlänge und die Auflösung (Anzahl von Dezimalstellen) dieser DDI-Nummer:

 

 <DDI-Nr.><Feldlänge><Auflösung>

Der Empfänger soll mindestens das Format des entsprechenden Data Dictionaries unterstützen. Es ist nicht obligatorisch, daß der Empfänger das nicht genormte Format unterstützt (unterschiedliche Feldlänge und/oder Auflösung). Die Verwendung einer Feldlänge und Auflösung für ein Feld in der ADIS-Datei, die dem Format in dem Data Dictionary gleich sind, wird empfohlen. Es ist zulässig, eine Feldlänge oder Auflösung für ein Feld in dieser ADIS-Datei zu verwenden, die sich vom Format in dem Data Dictionary unterscheidet (von der Nachrichtengruppe abgestimmt); es wird empfohlen, die Verwendung von Feldlängen und/oder Auflösungen in dieser Weise niedrig zu halten.

Die Feldlänge definiert die Länge eines Datenfeldes. Die Feldlänge kann verwendet werden, um eine DDI-Nummer zu überspringen, wenn sie im Data Dictionary nicht erkannt wird. Dies kann vorkommen, wenn der Sender und der Empfänger nicht die selbe Data Dictionary-Version verwenden. Sie hat eine festgelegte Länge von 2 Stellen. Die Feldlänge ist eine Nummer im Bereich zwischen 1 und 99.

Die Auflösung definiert die Anzahl von Dezimalstellen eines numerischen Wertes. Sie hat eine festgelegte Länge von einer Stelle. Die Auflösung ist eine Nummer im Bereich zwischen 0 und 9. Alphanumerische Werte haben eine Auflösung von 0.

9. Rückstellung von Nachrichteneinstellungen

Alle Einstellungen eines Programms, das eine ADIS-Datei liest, werden zurückgestellt, sobald die Header-Zeile (H) auftaucht.
 
 

 

10. DDI-Nummer

DDI-Nummern haben eine festgelegte Länge von 8 Zeichen.

Dies kann z.B. sein

    2 vorangestellte Nullen plus sechsstellige numerische DD-Nummer;

    8 Zeichen hexadezimale Identifier-Nummer;

    8 Zeichen alphanumerischer Code.

11. Datenfelder

Werte mit Vorzeichen Negative Werte von Feldern sind mit einem Minuszeichen vor dem ersten gültigen Zeichen eines Wertes gekennzeichnet. Positive Werte haben kein Pluszeichen vor dem ersten gültigen Zeichen. Die Feldlänge ist die selbe.

Datenfelder ausfüllen Fehler von numerischen Feldern haben vorangestellte Leerzeichen, um die Felder auszufüllen, wenn das Feld weniger Zeichen enthält als die spezifizierte Feldlänge. In speziellen Situationen können nach Vereinbarung vorangestellte Nullen verwendet werden.

Nullwerte Felder, die keinerlei Wert enthalten (nicht initialisierte Felder), sollen vollständig mit Fragezeichen gefüllt werden ("?", dezimal ASCII 63).

Dezimalzeichen
Dezimalzeichen (Punkt, Komma) sind nicht in den Wertfeldern der ADIS-Datei dargestellt.

12. Daten- und Zeitformat

Daten werden über 8 Positionen dargestellt:

 

CCYYMMDD

Zeitfelder haben voreingestellt ein sechsstelliges Format:

 

 HHMMSS

Daten und Zeit haben immer vorangestellte Nullen (anstelle von vorangestellten Zwischenräumen).

 

 000000<=Zeit<=235959

(Mitternacht: 000000, Mittag: 120000)

Siehe ISO 8601.
 
 

 

13. Kontrollsumme 

ADIS-Dateien können Kontrollsummen enthalten, dies ist aber nicht obligatorisch. Kontrollsummen können nur in V-Zeilen gesetzt werden. Eine Kontrollsumme wird als normales Data Dictionary-Feld betrachtet. Dies bedeutet, daß die D-Zeile eine DDI-Nummer für die Kontrollsumme enthalten soll.

ANMERKUNG – Dieser Weg, die Kontrollsummen zu verwenden, hat eine andere OSI-Ebene als z.B. die Kontrollsummen, die vom Protokoll auf den niedrigeren OSI-Ebenen versendet werden.

Die Position einer Kontrollsumme in einer V-Zeile hängt vollständig von der Position der DDI-Nummer für die Kontrollsumme in der entsprechenden D-Zeile ab. 

Die Berechnungsmethode der Kontrollsumme ist auch in dem Data Dictionary beschrieben, in dem die DDI-Nummer der "Kontrollsumme" gespeichert ist.

BEISPIEL: Der Modulo-10-Check wird plaziert. Jedes Zeichen vor der Kontrollsumme wird in die Berechnung der Kontrollsumme mit einbezogen. Wenn die Kontrollsumme auf der Position n+1 plaziert ist, wird wie folgt berechnet:

 {} MOD 10

14. Unbekannte DDI-Nummern

Wenn ein System eine Datenanfrage mit einer unbekannten DDI-Nummer erhält, wird die Antwortdatei das Wertefeld, das zu dieser DDI-Nummer gehört, mit einem senkrechten Zeilensymbol ausfüllen ("I").
 
 

 

15. Kommentar

Kommentar-Zeilen sind überall in der Datei erlaubt. Kommentare können in verschiedenen Status-Zeilen plaziert werden, um mehr Informationen zu geben, z.B. warum der Status nicht "N" ist.
 
 

 

16. Dateistruktur

ADIS erlaubt nicht die Plazierung der verschiedenen Zeilentypen in beliebiger Reihenfolge. Das Bild zeigt in welcher Reihenfolge Zeilen zu plazieren sind.

Dieses Diagramm soll von links nach rechts gelesen werden, außer, wenn dies anderweitig spezifiziert ist. Es gibt keine Regel für die senkrechte Richtung, ausgenommen für die Fälle, bei denen ein "oder" verwendet wird. Im oberen Teil der Abbildung sind die möglichen D- und V-Zeilen gezeigt.

ANMERKUNG – Das "x" steht für das Statuszeichen im Falle, daß mehr als ein Status möglich ist.

 
 
 
Seite 303, Letzte nderung:21.12.2004 
 Nach oben  Seite drucken   Seite empfehlen        
1997-2005 LKV NRW e.V.